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Forstbetriebe als Stiftungen
Umfangreiche jüngere Gesetzesreformen im Stiftungs-(steuer)recht haben zu einem Boom bei Stiftungsgründungen geführt. Heute verwalten etwa 13.000 Stiftungen in Deutschland geschätzte 60 Mrd. Stiftungsvermögen, von denen sie jährlich etwa ein Drittel an Zinserträgen aus dem Stiftungskapital für verschiedenste Zwecke ausschütten können .Dies sind vor allem soziale Zwecke, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Kunst, Kultur und Umweltschutz. Etwa zwei Drittel der deutschen Stiftungen verwalten jeweils bis zu 1 Mio. Stiftungsvermögen. Je mehr sich zudem die öffentliche Hand unter dem Druck der Haushaltskonsolidierung zwangsläufig aus nichthoheitlichen Aufgaben im öffentlichen Leben zurückzieht, umso bedeutsamer werden Stiftungen. Die öffentliche Hand hat aber auch selbst große Bundes- und Landesstiftungen initiiert, wie das Beispiel der Bundesstiftung Umwelt mit über 1 Mrd. Stiftungskapital zeigt. Stiftungen stellen einen wachsenden Wirtschaftszweig dar und bieten auch in der Forstwirtschaft interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Eine anhaltend schwache Ertragslage, die zunehmende Verstädterung von Waldbesitzern, die ihren Wald nicht mehr selbst bewirtschaften können oder wollen und der Wille etwas Dauerhaftes zu schaffen oder zu erhalten, begünstigen dies. Dabei lässt sich durch die sehr langfristige Denkweise und das Prinzip einer seit jeher nachhaltigen Ressourcenwirtschaft durchaus eine Seelenverwandtschaft zwischen Stiftungswesen und Forstwirtschaft erkennen.
Seiten 326 - 331
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.StBpdigital.de/STBP.11.2005.326
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